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Zucht

Vom Gelege zum Schlupf: Wie Netzpythons schlüpfen

Etwa zwölf Wochen Geduld: ein Blick in unsere Inkubation – und warum wir beim Schlupf so selten eingreifen.

Verfasst von Tim Becker1 Min. Lesezeit

Schlupf eines Netzpython-Jungtieres

Kaum ein Moment in der Zucht ist so bewegend wie der Schlupf. Bis dahin steht jedoch eine Phase, die vor allem eines verlangt: Geduld und Konstanz.

Das Gelege

Netzpython-Weibchen legen je nach Größe und Kondition Dutzende Eier. Jedes Gelege wird gezählt, auf Befruchtung geprüft und dokumentiert. Unbefruchtete oder beschädigte Eier werden früh entfernt, damit sie das restliche Gelege nicht gefährden.

Inkubation

Die Eier entwickeln sich bei konstanter Temperatur und hoher Luftfeuchte. Wir arbeiten nach festem Protokoll und kontrollieren die Werte täglich. Die Brutdauer beträgt je nach Temperatur grob 80 bis 90 Tage. Schwankungen sind der größte Feind: Stabilität ist wichtiger als jeder einzelne Zahlenwert.

Der Schlupf

Wenn die Zeit gekommen ist, schlitzt das Jungtier die Eihülle mit dem Eizahn auf. Dann folgt oft eine lange Pause: Die Tiere schauen nur mit der Nase heraus und verbringen viele Stunden im Ei, während der Dottersack resorbiert wird. Diese Phase lassen wir ungestört – Hektik schadet mehr, als sie nützt.

Nach dem Schlupf

Jedes Jungtier wird gewogen, erhält seine Kennung und wird einzeln untergebracht. Nach der ersten Häutung, meist nach ein bis zwei Wochen, folgt die erste Fütterung. Erst wenn ein Tier stabil und selbstständig frisst, darf es in die Vermittlung.

Den aktuellen Stand unserer Saison dokumentieren wir im Projekt „Schlupf-Saison“.

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Tim Becker

Züchter & Schlangenhalter

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